Anfang des 12.Jh. bilden sich auf den Spuren der Kreuztruppen kleine ligurische Gemeinden in den Häfen Syriens und Palestinas, wo Genua als Belohnung für ihre Hilfe zur Wiedereroberung des Heiligen Landes Boden- und Zollgenehmigungen erhielt. Ab dem 13. Jh. entstehen auf diese Weise Kolonien an verschiedenen Orten des Nahen Ostens, vor allem am Schwarzen Meer, das daher sogar Genovesisches Meer genannt wurde. Soldaten, Matrosen, Abenteurer, aber auch Mitglieder der Händleraristokratie festigen ihren Sitz in den Überseekolonien, indem sie mittels ihrer Handelsgeschäfte eine Brücke bilden zwischen dem Osten, mit seiner Seide und seinen Gewürzen, und der mediterraneen Zivilisation. Eine der bekanntesten Kolonien war Galata, die heute ein Teil Istanbuls ist. Noch heute erinnert uns der Turm Galatas, der das „Horn des Goldes“ überragt, an das, was einmal ein anderes Genua war.